ZusammenfassungEin prognostizierter erhöhter Wasserbedarf für die Bewässerungslandwirtschaft im Zuge des Klimawandels und drohenden längeren Trockenperioden stellt für die Verfügbarkeit der Grundwasserressourcen in Deutschland eine Herausforderung dar. Es ist abzusehen, dass die Landwirtschaft zukünftig noch stärker Grundwasserressourcen für die Bewässerung von Agrarflächen nutzen wird. In der vorliegenden Studie wird das nutzbare Grundwasserdargebot den Wassermengen für landwirtschaftliche Bewässerung im Polder Scheidgraben (Brandenburg) gegenübergestellt. Der landwirtschaftliche Wasserbedarf wird mithilfe des AgroHyd-Farmmodels für vier Jahre (2017–2020) schlagweise modelliert. Als Datengrundlage werden Klima, Boden- und pflanzenspezifische Daten verwendet und Betriebsdaten von vier Betrieben einbezogen. In den betrachteten trockenen Jahren 2018 und 2019 werden mehr als 20 % des potenziellen nutzbaren Wasserdargebots für die Bewässerung genutzt. Die Nutzung der Wasserressourcen durch die landwirtschaftliche Wasserentnahme in dem Gebiet kann zukünftig zunehmend ein Problem darstellen. In einigen Regionen Brandenburgs sind regionalspezifische Berechnungen für das Wassermanagement nötig, da es zu vielfältigen Konflikten und damit zu stetig wachsenden Herausforderungen für die Wasserbehörden kommt.
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