Es wird eine Methode beschrieben, mit der die Mineralstoffkonzentration des Bodens in der Umgebung lebender Pflanzenwurzeln erfaßbar ist. Dazu werden Pflanzen in Flachgefäßen mit einem radioaktiv markierten Boden von 5 mm Schichtdicke herangezogen und Autoradiogramme der Wurzeln und ihrer Umgebung hergestellt. Die Filmschwärzung der Autoradiogramme wird densitometrisch ausgemessen. Die so ermittelte Schwärzungsverteilung stimmt bei Verwendung energiearmer Strahler, wie z. B. 33P, mit der Verteilung des Radionuklids im Boden befriedigend überein. Im Falle der energiereicheren Strahler 32P und 86Rb weicht jedoch das Schwärzungsprofil wegen der größeren Reichweite der Strahlung von der Verteilung des Radionuklids im Boden erheblich ab. Um Fehlschlüsse zu vermeiden, wird eine Korrekturrechnung durchgeführt.
An Autoradiogrammen von Maiswurzeln, die in 86Rb‐markiertem Sand‐ und Lößboden gewachsen waren, wird das Resultat der Korrekturrechnung dargestellt.
Die Phosphatverarmungszonen des wurzelnahen Bodens sind i. a. nicht größer als die Reichweite der Strahlung von 32P. Daher ist dieses Isotop für solche Untersuchungen nicht oder zumindest weniger als 33P geeignet.