Diese kumulative Dissertation schlägt inhaltlich einen weiten Bogen von Bestimmungsversuchen digitaler Daten im Kontext von gängigen Metakonzepten, über Subjekt- und Subjektivationstheorien bis hin zur Frage der Bildung und der (Medien)kritik in der Medienpädagogik als wissenschaftlichem Fach. Die einzelnen Beiträge sind über einen Zeitraum von vier Jahren entstanden und weisen dadurch leichte Verschiebungen in theoretischer Perspektive und Schwerpunktsetzung auf. Die 13 Texte werden hier im Manteltext mit dem Titel Medienpädagogik im Lichte | im Schatten digitaler Daten verflochten. Big Data Analytics dienen hierbei als Ausgangspunkt der Auseinandersetzung, geraten aber nach und nach in den Hintergrund, während grundlegende Fragen über die Verfasstheit der Medienpädagogik in den Vordergrund rücken.
So verweist die Beschäftigung mit Big Data Analytics und möglichen Konsequenzen für die Medienpädagogik auf eine Schwäche der Medienpädagogik in Bezug auf die Analyse und Kritik gesamtgesellschaftlicher Kontextbedingungen. Ebenso problematisch erscheint in diesem Licht die anhaltend präsente Konzeption eines starken Subjekts. Dieser Kritik folgen alternative Lösungswege – insbesondere entlang den Arbeiten von Karl Marx, Michel Foucault und Judith Butler sowie den entsprechenden bildungstheoretischen Bezugnahmen.
Schliesslich suchen die Dissertation als ganze wie auch dieser Manteltext die theoretischen Annahmen ganz praktisch in die mediale Form des Texts selbst einzuschreiben. Insofern erlangt dieser einen medienkritischen und (zumindest disziplinen-)politischen Gehalt.