Die Ausgrabung fand im praktisch nicht überbauten Hofareal statt. Die Kulturschichten waren hier ausserordentlich gut erhalten und hatten eine durchschnittliche Mächtigkeit von fast 3 Metern.
Die Ränder des an der nördlichen Spitze des Basler Münsterhügels gelegenen Martinskirchsporns fallen steil zu Rhein und Birsig hin ab. Aufgrund der natürlichen Schutzlage wurde dieser Teil des Plateaus bereits in der späten Bronzezeit (um 1200-800 v. Chr.) zur Befestigung ausgebaut. Kontinuierlich bis heute besiedelt wurde der Basler Münsterhügel jedoch erst ab der Spätlatenezeit (ca. 80/70 v. Chr.)
Auf der Ausgrabung konnten Zeugnisse aus 3000 Jahren Besiedlungsgeschichte erfasst werden.
Die Ausgrabungen im Bereich des Murus Gallicus auf dem Basler Münsterhügel in den Jahren 1990- 1993 haben zwei Ergebnisse gezeitigt, die auch ausserhalb der lokalen Forschung auf Interesse stossen dürften.
Zum einen wurde eine Methode perfektioniert, mit der sich komplexe Holzstrukturen selbst in Trockenböden dokumentieren und zuverlässig dreidimensional rekonstruieren lassen .
Zum andern wurde, unter Anwendung der oben erwähnten Methode, die Struktur des Murus Gallicus auf dem Basler Münsterhügel vollständig dokumentiert, soweit sie überhaupt noch erhalten war.
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